11. Landesauschuss
der CDU Sachsen-Anhalt am 27. September
2003
Kommunale Selbstverwaltung in einem zusammenwachsenden
Europa
Haushaltsnotstand, Einwohnerschwund und
Bürgerkritik zwingen zum Aufbau effizienterer
Verwaltungsstrukturen in Sachsen-Anhalt.
Noch immer lähmen eine aufgeblähte
Bürokratie und die zeitraubende Regelungswut
unter den Dächern der Behörden
den wirtschaftlichen Aufschwung im Lande.
Bundesweite Rekordwerte beim Landespersonal
belasten zudem den Landeshaushalt und
lassen Investitionsmittel schrumpfen.
Die Zusammenlegung dreier Regierungspräsidien
in ein Landesverwaltungsamt kann nur der
Beginn einer umfassenden Reform unserer
Verwaltungsstrukturen sein. Jetzt gilt
es, das Rad nicht ein zweites Mal zu erfinden,
sondern von den Erfahrungen unserer Nachbarländer
zu lernen, konstatiert der stellvertretende
Landesvorsitzende Thomas Webel. Zeit und
Geld für Experimente, so Webel weiter,
stehe Sachsen-Anhalt nicht zur Verfügung.
Der Bürger wolle und das mit
Recht eine schnelle Umsetzung der
Maßnahmen zur Entbürokratisierung,
weil die Fülle von Gesetzen und Regelungen
neben unzumutbar langer Dienstwege die
wirtschaftliche Entwicklung nachweislich
hemmt.
Für den 11.
Landesausschuss der sachsen-anhaltischen
CDU am 27. September in Burg ist daher
ein Erfahrungsaustausch von Innenpolitikern
der Länder Brandenburg, Sachsen und
Thüringen zum Thema effiziente Verwaltungsstruktur
geplant. Zur Diskussion erwartet werden
Sachsens Innenminister Horst Rasch sowie
Manfred Scherer, Staatssekretär im
Thüringer Innenministerium. Die Leitung
hat Sachsen-Anhalts Innenminister Klaus
Jeziorsky.
CDU Sachsen-Anhalt
will Kommunen stärken
Neue Regelungen der
Europäischen Union werden zu weitreichenden
Veränderungen in den Kommunen Sachsen-Anhalts
führen. Die weitreichende Liberalisierung
wichtiger Bereiche, wie etwa des Energiemarktes,
des Sparkassenwesens oder des Öffentlichen
Personennahverkehrs, stellen Landkreise,
Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen.
Ziel der sachsen-anhaltischen CDU ist
es, so Thomas Webel, stellvertretender
Landesvorsitzender, die Kommunen rechtzeitig
auf die Folgen derart weitreichender EU-Regelungen
vorzubereiten und ihnen ein tragfähiges
Konzept anzubieten, auf dessen Basis eine
strukturielle Weiterentwicklung mit dem
Ziel leistungsstarker und bürgerfreundlicher
Einheiten möglich ist. Starke
Kommunen, so Thomas Webel weiter,
sind das Fundament für eine
erfolgreiche und zukunftsgerichtete Landespolitik.
Den Delegierten des
11. Landestages der CDU Sachsen-Anhalts,
der am kommenden Samstag in Burg stattfindet,
liegt daher ein Entwurf der Leitlinien
für die Kommunalpolitik zur Diskussion
vor. Das 16-seitige Papier, mit dem die
Christdemokraten ein umfassendes Konzept
für die kommunale Selbstverwaltung
in den einem zusammenwachsenden Europa
vorlegen, gilt zugleich als erster programmatischer
Ansatz in Vorbereitung der Europa- und
Kommunalwahl am 13. Juni 2004.
11. Landesausschuss
in Burg
Unter dem Thema Kommunale
Selbstverwaltung in einem zusammenwachsenden
Europa richtet der Landesverband
der Christlich Demokratischen Union Sachsen-Anhalt
seinen
11. Landesausschuss
am Samstag, den 27. September in Burg
aus. Neben
der Rede des Landesvorsitzenden Prof.
Dr. Wolfgang Böhmer zum Leitthema
des Landesausschusses wird eine Podiumsdiskussion
unter Moderation des Innenministers von
Sachsen-Anhalt, Klaus Jeziorsky, stattfinden.
Als Gäste eingeladen sind die Innenminister
aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg.
Ziel der Diskussionsrunde ist es, die
Erfahrungen der benachbarten Bundesländer
mit Strukturreformen im Bereich der öffentlichen
Verwaltung zu erörtern auch
und vor allem vor dem Hintergrund in Sachsen-Anhalt
geplanter Reformen und Gesetzesinitiativen.
Als weitere wichtige Tagesordnungspunkte
sind die Berichte aus der CDU-Landtagsfraktion
und dem Europäischen Parlament sowie
die Diskussion über die Leitlinien
für die zukünftige Kommunalpolitik
zu nennen.