Den Menschen in Sachsen-Anhalt
wieder eine Chance geben
Die unterschiedliche
Entwicklung in den neuen Bundesländern
hat dazu geführt, dass zehn Jahre
nach der deutschen Einheit die Unterschiede
zwischen ihnen grö-ßer sind
als zu Beginn des wirtschaftlichen und
sozialen Transformationsprozesses. Bei
sehr ähnlicher Ausgangslage und gleicher
Rahmengesetzgebung des Bundes sind diese
gewachsenen Differenzen unzweifelhaft
Folge und Konsequenz der un-terschiedlichen
Strategien der jeweiligen Landespolitik.
Im Vergleich der
neuen Bundesländer untereinander
nimmt Sachsen-Anhalt in den meisten Positionen
den letzten oder einen der hinteren Plätze
ein. Trotz hoher industrieller Investitionen
pro Kopf der Bevölkerung haben wir
die höchste Ar-beitslosigkeit, die
niedrigste Selbständigenquote, die
höchste Insolvenzrate, die niedrigste
Investitionsquote und mit die niedrigste
Wachstumsrate des Bruttoso-zialproduktes.
Das war nicht immer so. Das ist die Folge
der Landespolitik während der letzten
beiden Wahlperioden. Das ist die Folge
des so genannten Magdebur-ger Modells,
einer Landesregierung, die sich ohne berechenbare
Mehrheit nur des eigenen Machterhaltes
willen von dem Tolerierungspartner PDS
abhängig ge-macht hat. Dieser Politik
wollen wir um der Menschen in unserem
Land willen eine echte Alternative entgegen
setzen. Wir sind überzeugt, dass
die Bürger in unse-rem Land genauso
fleißig und tüchtig, genauso
kreativ und leistungsbereit sind wie in
unseren Nachbarländern. Wir müssen
ihnen nur die Chance dazu geben. Deswegen
setzen wir auf eine Politik der Chancengerechtigkeit
und darauf, dass sich für jeden Einzelnen
Leistung lohnen soll.
Dazu haben wir dieses
Wahlprogramm beschlossen. Zu der bevorstehenden
Land-tagswahl wollen wir es als echte
Alternative zur Stagnationspolitik der
gegenwär-tigen Landesregierung vorlegen
und damit bei den Wählern unseres
Landes um Vertrauen werben.